Kräuter gegen Parasiten? Acht Pflanzen mit langer Tradition

Seit Menschen Nahrung, Wasser und Boden teilen, beschäftigt sie die Sorge vor ungebetenen Gästen im Darm. Lange vor der modernen Medizin griffen Kräutertraditionen auf der ganzen Welt zu denselben Pflanzen: intensiv bitter, deutlich scharf und stark aromatisch.

Kurz gesagt: Wermut, Papayakerne und Knoblauch werden seit Jahrhunderten in traditionellen Mitteln gegen Darmwürmer verwendet, und Wacholder gilt seit langem als schützende, reinigende Pflanze. Was viele dieser Pflanzen verbindet, ist ihre Chemie: Stoffe, mit denen Pflanzen sich selbst gegen Eindringlinge verteidigen. Tradition ist allerdings kein medizinischer Beweis. Bei Verdacht auf eine Infektion gehört die Abklärung in ärztliche Hände.

Eingebaute Abwehr: Warum diese Pflanzen so intensiv sind

Pflanzen können vor Insekten, Pilzen oder Mikroben nicht davonlaufen. Also wehren sie sich mit Chemie. Einige Pflanzen in dieser Mischung nutzen dafür eine besonders raffinierte Strategie: Sie lagern einen inaktiven Stoff und ein aktivierendes Enzym getrennt voneinander. Erst wenn das Pflanzengewebe verletzt wird, treffen beide aufeinander, und es entsteht eine hochaktive Verbindung.

  • Olivenblätter halten Oleuropein bereit. Wird ein Blatt beschädigt, wandelt ein Enzym es in einen stark eiweißbindenden Stoff um, der die Pflanze vor Fraßfeinden schützt.

  • Knoblauch speichert Alliin. Beim Zerdrücken einer Zehe entsteht daraus innerhalb weniger Augenblicke Allicin.

  • Papayakerne nutzen denselben Trick wie Senf. Ein Enzym setzt Benzylisothiocyanat frei, das für ihre pfeffrige Schärfe sorgt.

Genau diese Abwehrchemie hat solche Pflanzen für Kräutertraditionen so besonders gemacht.

Die klassischen Wurmkräuter

Wermut: das legendäre Bitterkraut

Wermut (Artemisia absinthium) stammt ursprünglich aus Asien und ist in Europa seit langem heimisch geworden. Er gehört zu den bittersten Kräutern überhaupt. Seine Bitterkeit verdankt er sogenannten Sesquiterpenlactonen, allen voran Absinthin. Sein ätherisches Öl enthält Thujon.

Seine traditionelle Verwendung gegen Darmwürmer ist gut belegt und spiegelt sich auch im englischen Namen „wormwood“ wider. Im Volksmund heißt er außerdem „Wurmkraut“.

Schon gewusst? Wermut in Arzneibuchqualität muss so bitter sein, dass ein Gramm selbst in 15 Litern Wasser noch bitter schmeckt.

Papayakerne: die pfeffrige Tradition aus den Tropen

Die meisten werfen sie weg. In der tropischen Volksheilkunde haben Papayakerne jedoch eine lange Geschichte als Mittel gegen Darmwürmer. Ihre scharfe, pfeffrige Note stammt von Benzylisothiocyanat, und genau diesen Stoff sieht die Forschung als den entscheidenden Wirkstoff der Kerne.

Die Papaya gehört zur selben Pflanzenordnung wie Senf und Kresse. Das erklärt die geschmackliche Verwandtschaft.

Knoblauch: ein alter Beschützer

Knoblauch zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Er stammt ursprünglich aus Zentralasien und wurde bereits im alten Ägypten angebaut. In vielen Kulturen diente er nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als traditionelles Hausmittel, unter anderem gegen Würmer. Wird eine Zehe zerdrückt, entsteht aus Alliin Allicin, das sich anschließend in eine Reihe weiterer Schwefelverbindungen umwandelt.

Schon gewusst? Eine unverletzte Knoblauchzehe riecht kaum. Das typische Aroma ist die Abwehrreaktion der Pflanze und entsteht erst, wenn ihre Zellen verletzt werden.

Die aromatischen Beschützer

Gewürznelken: ein kraftvolles ätherisches Öl

Gewürznelken sind die ungeöffneten Blütenknospen eines immergrünen Baumes, der auf den Molukken in Indonesien heimisch ist, den ursprünglichen „Gewürzinseln“. Ihr ätherisches Öl besteht zum größten Teil aus Eugenol, einem Stoff, der so geschätzt ist, dass er bis heute in der Zahnmedizin verwendet wird. In Labortests zeigte Nelkenöl zudem eine Wirkung gegen Würmer.

Wacholderbeeren: der Beschützer aus den Alpen

In Österreich und Bayern als „Kranewitt“ bekannt, gilt Wacholder seit Jahrhunderten als Schutzpflanze. In Seuchenzeiten wurden damit Räume ausgeräuchert, und auch Schinken und Würste räucherte man mit Wacholder.

Das harzige Aroma der Beeren stammt von ätherischen Ölen, die reich an Pinenen sind. In Labortests hemmten Extrakte aus Wacholderbeeren verbreitete Bakterien wie E. coli und Staphylococcus aureus. Genau genommen sind die „Beeren“ übrigens die fleischigen Samenzapfen eines Nadelgehölzes.

Schon gewusst? Nach steirischem Volksglauben zieht man vor dem Wacholderstrauch den Hut. Und ein alter Spruch aus dem Alpenraum sagt: „Eichenlaub und Kranewitt, dös mag der Teufl nit.“

Die unterstützenden Pflanzen

Ingwerwurzel: Schärfe mit langer Geschichte

Ingwer ist streng genommen keine Wurzel, sondern ein Rhizom, also ein unterirdischer Spross. Seine Schärfe verdankt er den Gingerolen. Beim Trocknen wandeln sich diese teilweise in die noch schärferen Shogaole um. Seit Jahrtausenden wird Ingwer in der chinesischen, ayurvedischen und Unani-Heilkunde bei vielerlei Beschwerden eingesetzt, darunter auch bei Wurmbefall.

Olivenblätter: die Abwehr des Baumes

Die ledrigen, silbergrünen Blätter des Olivenbaums sind reich an Polyphenolen, allen voran Oleuropein, der oben beschriebene Abwehrstoff, sowie Hydroxytyrosol. Neben vielen anderen Forschungsfeldern wurden Olivenblätter auch auf ihre Wirkung auf Mikroben wie Bakterien untersucht.

Schwarzer Pfeffer: der letzte Schliff

Die Schärfe von schwarzem Pfeffer stammt von Piperin. Piperin ist wissenschaftlich interessant, weil es beeinflusst, wie andere Pflanzenstoffe aufgenommen werden. Deshalb ist schwarzer Pfeffer ein klassischer Abschluss in Kräutermischungen.

Tradition trifft Gegenwart

Jahrhundertelange Anwendung und eine gemeinsame Abwehrchemie erklären, warum diese Pflanzen zusammengehören. Tradition ist jedoch kein medizinischer Beweis. Wenn du eine Parasiteninfektion vermutest, etwa nach einer Reise oder bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden, geh zum Arzt oder zur Ärztin. Eine Stuhluntersuchung bringt Gewissheit, und es gibt wirksame Hilfe.

Warum wir diese acht Pflanzen gewählt haben

Bei ProEnergetic haben wir ParaGone nach einem Prinzip entwickelt, dem Kräutertraditionen seit Jahrhunderten folgen: mehrere Pflanzen zu kombinieren, statt auf eine einzige zu setzen. Die klassischen Wurmkräuter, die aromatischen Beschützer und die unterstützenden Pflanzen arbeiten in einer Mischung zusammen.

Acht Pflanzen, eine Rezeptur: ParaGone

ParaGone vereint alle acht Pflanzen aus diesem Artikel in einer Rezeptur: Wermutkraut, Papayakerne, Knoblauchflocken, Gewürznelken, Wacholderbeeren, Ingwerwurzel, Olivenblätter und schwarzen Pfeffer. 

  • Vegan

  • Ohne künstliche Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Füllstoffe

  • Hergestellt in Österreich nach ISO-22000-Qualitätsstandards

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Häufige Fragen

Welche Kräuter werden traditionell gegen Parasiten verwendet? Wermut, Papayakerne und Knoblauch haben eine lange Tradition in Hausmitteln gegen Darmwürmer, und auch zu den traditionellen Anwendungen von Ingwer zählt Wurmbefall. Traditionelle Anwendung ist jedoch kein medizinischer Beweis. Ein Verdacht auf eine Infektion sollte ärztlich abgeklärt werden.

Warum werden mehrere Kräuter in einer Mischung kombiniert? Kräutertraditionen kombinieren häufig mehrere Pflanzen, statt auf eine einzige zu setzen. ParaGone folgt diesem Prinzip: klassische Wurmkräuter, aromatische Pflanzen wie Nelke und Wacholder und schwarzer Pfeffer als letzter Schliff. 

Quellen für den ParaGone-Artikel

EMA: Artemisia absinthium L., herba, EMA/HMPC/751484/2016 · EMA: Juniperus communis L., pseudo-fructus (galbulus), EMA/HMPC/241319/2021 · Ranasinghe S. et al., Phytother. Res. 2023;37(9):3675–3687 · Szopa A. et al., Plants 2020;9(9):1063 · Kermanshai R. et al., Phytochemistry 2001;57(3):427–435 · Nakamura Y. et al., J. Agric. Food Chem. 2007;55(11):4407–4413 · Okeniyi J.A.O. et al., J. Med. Food 2007;10(1):194–196 · Koudounas K. et al., J. Exp. Bot. 2015;66(7):2093–2106 · Borlinghaus J. et al., Molecules 2014;19(8):12591–12618 · Cortés-Rojas D.F. et al., Asian Pac. J. Trop. Biomed. 2014;4(2):90–96 · ElGhannam M. et al., Pathogens 2023;12(1):127 · Fahmy A. et al., Scientia Parasitologica 2020;21(3):94–101 · Semwal R.B. et al., Phytochemistry 2015;117:554–568 · Iqbal Z. et al., J. Ethnopharmacol. 2006;106(2):285–287 · Mërtiri I. et al., Antioxidants 2024;13(3):345 · Srinivasan K., Crit. Rev. Food Sci. Nutr. 2007;47(8):735–748.

Hinweis: Die Quellen beziehen sich auf einzelne Pflanzen, Extrakte oder Inhaltsstoffe, nicht auf ParaGone als Gesamtprodukt. 

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